Die Volksschule - Kopieren - Arenberg

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Die Volksschule - Kopieren

Arenberg
Die Volksschule


Im Januar 1901 wurde eine zweite Lehrerstelle eingerichtet, weil  die Anzahl der Kinder zunahm.  Die Planung
 einer moderneren Schule



Die Baukosten betrugen insgesamt 74.000,- DM.     
Der Neubau befindet sich, nicht wie die alte Schule, neben dem Pfarrhaus, in der Kirchstraße, ab 1970 wurde sie Immendorfer Straße genannt, sondern nun in der Schulstraße; die Straße wurde ab 1970 Urbarer Straße genannt.

Das alte Schulgebäude wurde von Herrn Hans Löhner gekauft und in ein Gasthaus umgewandelt.
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Der Keller diente als Luftschutzraum und durfte auch von der Zivilbevölkerung benutzt werden.
Am 10. Dezember 1944 wurde das Schulgebäude durch einen Fliegerangriff teilweise zerstört.
18 Menschen wurden getötet. Zahlreiche Verletzte konnten aus den Trümmern geborgen werden.

Trotz großer Beschädigung, dienten die erhaltenen Räume in den folgenden Monaten zur Unterbringung einer Genesenden-Kompanie, fremdländischer Arbeiter und einer SS-Abteilung.  

Einrückende Amerikaner, rückziehende französiche Arbeiter und eine Musikabteilung der französischen Soldaten, nutzten diese Räume als Unterkunft.

“Komm, Adolf Hitler, sei unser Gast,
und gib uns die Hälfte von dem, was Du hast;
aber nicht Eintopf oder Hering, sondern was Du ißt und Göring.  
Du nahmst uns die Butter, Du nahmst uns das Fett,  
selbst die billige Margarine nahmst Du uns weg!
Volk ohne Butter, Vieh ohne Futter,
Führer ohne Frau, zehn Metzger . . . . . eine Sau,
das nennt man deutschen Aufbau.
Feste feiern, Nonnen entschleiern,
Bomben immer netter, Minister immer fetter.
Hindenburg, Du edler Streiter, steig herab,
denn Dein Gefreiter kommt nicht weiter! Amen.”


Mit Ende des Krieges, im Juni 1945, hielt der Hauptlehrer Büttgen Rückkehr.

“Der Schaden des Bombentreffers war der geringste, was aber reine Zerstörungswut sowohl der Einquartierten als auch der einheimischen Jugend sich geleistet, spottet jeder Beschreibung.

Fast sämtliche Fensterscheiben des Gebäudes waren zertrümmert, Türfüllungen eingetreten, Schlösser herausgerissen und Lampen entzweigeschlagen.

Was in den Zimmern, Klassensälen, im Treppenhaus und auf dem Speicher an Schmutz und Unrat lag, mußte auf zwölf Pferdekarren weggefahren werden.
Traurig war aber auch, daß niemand in den letzten kritischen Kriegsmonaten etwas aus der Schule in Sicherheit gebracht hatte.”
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Am 2. Oktober 1945 wurde der Unterricht wieder aufgenommen.  
Durch Eigeninitiative des Lehrers Büttgen, der selbst Hand anlegte, und die Hilfe des Bauunternehmers König aus Arenberg, gelangte es, das Gebäude wenigstens von außen abzudichten.  Fensterscheiben fehlten noch, Brennmaterial wurde in den Wintermonaten nur sehr wenig geliefert, so daß die Kinder nur 1 bis 1½ Stunden im ungeheizten Saal ausharren konnten.
Im Jahre 1946 bildeten sich vier Klassen. Durch den Zuzug aus der zerstörten Stadt Koblenz, stieg die   Die jetzige Schule  Schülerzahl auf  192. eine Wohnung für den Hausmeister der Schule zur Verfügung steht.

Doch auch diese Räumlichkeiten reichten nicht aus

  • Im Oktober 1958 bildeten sich fünf Klassen, da das städtische Kinderheim aus Köln, wegen Umbau, einige seiner Gruppen in das Arenberger Caritashaus schickte.
  • Im März 1959 kam es zur Einstellung einer fünften Lehrperson. Es konnte sogar ohne Schichtunterricht gearbeitet werden,da das Kinderheim für zwei Jahre einen Raum zur Verfügung stellte, worin die Anfänger des 1. Schuljahres unterrichtet wurden.
  • Im Oktober 1963 begannen die Bauarbeiten für die Erweiterung. Nach vielen Schwierigkeiten, insbesondere Geländebeschaffung und Finanzierung, konnte nach 10jährigem Kampf, der Bau beginnen.

Planung und Bauleitung übernahm der Arenberger Architekt Walter Madlener, die Durchführung der Bauarbeiten die Baufirma Paul Schäfer.

Am 15. April 1964 wurde das Richtfest gefeiert.

Schulraumnot hat bald ein Ende Richtbaum über Erweiterungsbau Schwierigkeiten waren zu überwinden - Schuljugend gestaltet Richtfest freundlich-festlich war die Richtfeier für den Schulerweiterungsbau der Volksschule Arenberg gestaltet worden.

Die Lehrerschaft hatte das Programm zusammen gestellt, und sein Form war so, daß auch die Schulkinder Anteil und Freude daran hatten. Das war gut und recht, denn sie sind es, die später in das Schulhaus einziehen. Auf dem Schulhof, neben dem neuen Trakt hatte man sich zu der bedeutsamen Stunde zusammen gefunden:

Lehrerschaft, Bauleute und Schuljugend.
die Richtfeier. Die Freude über der Erweiterungsbau kam darin zum Ausdruck. So hieß es in einem Gedicht: ist das halbe Brot.”
fand man sich zur Richtfeier im Park-Hotel zusammen.

Eine schöne Bereicherung der gemütlichen Stunden bildete die Vorführung von Bunt-Dias, die das Voranschreiten des Schulerweiterungsbaus zeigten.

  • 1952 zum ersten Mal diskutiert Abschließend sei noch ein Rückblick auf die - in diesem Fall darf man schon sagen - Geschichte des Arenberger
  • Schulerweiterungsbaus gegeben.

  • Viele Schwierigkeiten mußten überwunden werden, ehe die 1952 zum ersten Male
  • diskutierte Erweiterung realisiert werden konnte. Deshalb war die Freude über das Richtfest, das den Termin der Vollendung und damit das Ende der Schulraumnot näher rücken läßt, besonders groß.

  • Seit zwölf Jahren steht das Problem der Schulerweiterung im Raum.
  • Schon 1952 war die Frage eines weiteren Schulsaals im Elternbeirat erörtert worden. Der Antrag, an das alte Schulgebäude anzubauen, wurde jedoch im gleichen Jahr abgelehnt.
  • Erst Ende Oktober 1955 konnte der notwendige vierte Klassenraum eingerichtet werden,
  • nachdem die früheren Lehrerwohnungen in der Schule durch den Bau eines neuen Lehrerwohnhauses frei geworden war.

  • Inzwischen war die Zahl der Schulkinder auf über 200 angestiegen.
  • 1958 mußten erstmals fünf Klassen gebildet werden, für die nur vier Räume vorhanden waren. Das Kinderheim stellte, um dem Mangel abzuhelfen, einen fünften Saal für zwei Jahre zur Verfügung.
  • Als 1961 das Kinderheim den Saal für eigene Zwecke benötigte, mußte Schichtunterricht eingeführt werden.
  • Im Juni 1962 beschlossen
  • Die laufenden Verhandlungen mit der Bezirksregierung hatten schließlich folgendes Endergebnis: die alte Schule soll nicht aufgeben, ein Erweiterungsbau in unmittelbarer Nähe, aber nicht als Anbau, errichtet werden.
  • Grundstücksschwierigkeiten tauchten auf. Anfang 1962 jedoch konnte das jetzt bebaute Grundstück von der Gemeinde gekauft werden.
  • Am 14. Juni des gleichen Jahres faßte der Gemeinderat den folgenden Beschluß: es wird ein Erweiterungsbau mit zwei Schulsälen und Gruppenräumen, mit einem Gymnastikraum und Nebenräumen und  einem Mehrzweckraum errichtet.

Schwierige Finanzierung
Die Kalamitäten waren damit nicht zu Ende. Der Finanzierungsplan wurde zunächst von der Gemeindevertretung abgelehnt, da der Landeszuschuß von 180.000 auf 100.000 Mark gekürzt worden war.
Er mußte jedoch kurze Zeit später angenommen werden. Und im September vorigen Jahres konnte der erste Spatenstich für den Neubau getan werden, der nun im Rohbau steht.

Die Gesamtkosten betragen 364.000 Mark. Neben dem Land gibt der Kreis einen Zuschuß von 45.000 Mark.
Die Gemeinde muß - ein Wermutstropfen im Freudenbecher - noch 219 000 Mark aufbringen. Die Schulraumnot aber hat bald ein Ende.
  • Im Oktober 1965 gab es die Einweihung des Erweiterungsbaus. Im neuen Gebäude entstanden zwei Klassenräume mit je einem Gruppenraum, einem Werkraum mit Nebenraum, ein Lehrmittelzimmer und eine Gymnastikhalle mit Nebenräumen. Eine überdacht Pausenhalle verbindet das alte mit dem neuen Gebäude.
  • Im August 1969 erfolgte die Zusammenlegung der Klassenstufen 5 bis 9 mit Immendorf. Zwei dieser Klassen wurden in Arenberg unterrichtet, die übrigen drei in Immendorf.
  • Am 25. Januar 1968 war der erste Elternsprechtag. Zum ersten Male in der Arenberger Schulgeschichte fand ein Elternsprechtag statt.
  • Im August 1970 wurde die Umwandlung von einer Bekenntnisschule in eine Simultanschule. (Dies geschah deshalb, weil die Gemeinde Arenberg-Immendorf von diesem Jahr an zur Stadt Koblenz gehört, also Stadtteile von Koblenz sind und nicht mehr der Kreisverwaltung unterstellt sind.)

  • Im August 1972 erfolgte die Umwandlung der Volksschule. Mit Beginn dieses Schuljahres wurde in Arenberg keine Oberstufe (Hauptschule) mehr unterrichtet. Aus der Volksschule entstand eine Grundschule, die in manchen Jahren bis zu acht Klassen umfaßte (1977: 164 Schüler).
  • An der Räumlichkeit hat sich seit 1965 bis heute nur wenig geändert. Im August 1979 sinken die Schülerzahlen.
  • Innerhalb von zwei Jahren ging die Schülerzahl gravierend zurück.

  • Im August 1981 kam die Eigenständigkeit der Grundschule in Gefahr. Wegen der sinkenden
  • Schülerzahlen in Arenberg und Immendorf diskutierten die Schulbehörde, Politiker und Eltern gemeinsam über die Zusammenlegung der Schulen. Zwei Jahre später sprachen sich die Eltern in einer erneuten Diskussion für den Erhalt der Eigenständigkeit der beiden Schulen aus. Ortsansässige Politiker unterstützten die Eltern. Sie erklärten die rückläufigen Zahlen (1982: 68 Schüler) noch nicht für so alarmierend und blickten optimistisch in die Zukunft. Ein Glück für die Kinder beider Schulen!
  • Im August 1991 entstand die Einrichtung der Betreuenden Grundschule im Gruppenraum neben der Küche. Dank einiger engagierter Mütter konnten sehr bald schon viele Eltern diese Einrichtung vor und nach dem Unterricht für ihre Kinder nutzen. Ein immer wieder neues Angebot an Basteln, Spielen, Kochen etc. läßt keine Langeweile aufkommen.
  • Im März 1993 war die Gründung einer Schülerbücherei im dritten Stock mit gemütlicher Leseecke.
  • Eine großzügige Spende des Fördervereins sowie viele Buchspenden von Eltern und Lehrern machten es möglich, daß diese Bücherei entstehen konnte.

  • Im Oktober 1993 kam die Erweiterung des Lehrer- und Konferenzzimmers im Neubau.
  • Durch unbürokratische Hilfe konnte innerhalb kurzer Zeit das beengte Lehrerzimmer im Neubau zu einem Konferenzzimmer erweitert werden, in dem auch die Lehrerbücherei und der Fotokopierer untergebracht sind.
Im Schuljahr 1993/94 besuchen 92 Kinder die Arenberger Grundschule. Sie bilden fünf Klassen und werden von acht Lehrerinnen unterrichtet. Die vorhandenen Räumlichkeiten können heute großzügig für einen handlungsorientierten Unterricht genutzt werden.

Am 18. März 1994: Ein Ginkgo-Baum für die Schule
  • Anläßlich des 150jährigen Bestehens der Schule wurde ein vier Meter hoher Ginkgo-Baum auf dem Schulhof eingepflanzt. Diese Aktion wurde von allen Kindern mit einem Baumlied und einem Gedicht begleitet. Sogar das Regionalfernsehen berichtete.
  • Am 6./7. Mai 1994 fand die Jubiläumsfeier aus Anlaß des 150jährigen Bestehens der Arenberger Schule statt

                                
Den Auftrag dazu erhielt der Gemeindebaumeister Scheer aus Ehrenbreitstein. Die Ausführung übernahm der Maurermeister Sauer aus Immendorf.  
Im Jahre 1904 war die Fertigstellung des neuen Schulgebäudes. Es bestand aus zwei Klassenräumen im Erdgeschoß und zwei Lehrerwohnungen im Obergeschoß.
Durch die ansteigende Zahl der Schüler im Jahre 1914, wurden die 138 Kinder zu drei Klassen gebildet. Da aber nur zwei Klassenräume vorhanden waren, wurde eine Lehrerwohnung des Obergeschosses zu einem Klassenzimmer umgebaut.
Im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945, wurde das Schulgebäude 1944 von der Wehrmacht beschlagnahmt. Eine Nachrichtenabteilung und etwas später eine Ersatz- und Ausbildungskompanie waren hier stationiert.  
Mitten im Krieg so um 1942/43 ging in einem Laden ein Zettel rund, auf dem ein “deutsches Tischgebet” zu lesen war:

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Den Zustand der Schule beschrieb er in seiner Chronik:  

Wegen  fehlender  Räumlichkeiten mußte Schichtunterricht stattfinden, vormittags und nachmittags. 1952 wurde ein Erweiterungsbau geplant. Das Lehrer-Wohnhaus mit sechs Wohnungen, neben der Schule, wurde in den Jahren 1954/55 errichtet. Die zweite Lehrerwohnung im Schulgebäude wurde zum vierten Klassensaal umgebaut. In der dritten Etage verblieben zwei Lehrerwohnungen, von den bis heute

Pressebericht der Rhein Zeitung:  

Mit Liedern, Sprerchchören und Gedichten, alle auf das festliche Ereignis zugeschnitten, gestalteten die Schulkinder

“Dies Haus ist uns´re Stätte, dies Haus ist uns´re Welt.
Hier soll es sich erweisen, wie uns die Welt gefällt!”

Originell war die Idee, den Richtbaum - eine mit bunten Bändern, Schulranzen, Büchern, Heften, Schwamm und Griffel lustig aufgeputze Tanne - von Schuljungen aus dem alten Schulhaus holen und den Bauhandwerkern übergeben zu lassen.

Als der Polier den Baumauf dem Dachfirst aufgestellt und nach altem Brauch ein Flasche Wein zerschmettert hatte, wandte er sich in seinem Richtspruch besonders an die Jugend:

“Dies Haus soll eine Schule werden,
die Mauern stehen gut im Lot,
der Mensch muß lernen hier auf Erden,
gelerntes ist das halbe Brot.”

Bürgermeister Westerberg dankte, ebenfalls mit Reimen, allen am Bau Beteiligten für ihre gut Arbeit. Anschließend Nachfolgend einige Daten und Fakten.

Über 200 Schulkinder

Die Planung wurde Architekt Walter Madlener übertragen.
Wurden 1977 noch 41 Schüler eingeschult, so waren es im August 1979 nur noch fünf Jungen und sieben Mädchen. Dazu findet sich in der Chronik folgende Erklärung:
Sehr zum Nachteil von Schule und Bevölkerung macht sich der sogenannte “Pillenknick” bemerkbar.


150 Jahre nach der Gründung

Im Schuljahr 1993/94 besuchen 92 Kinder die Arenberger Grundschule. Sie bilden fünf Klassen und werden von acht Lehrerinnen unterrichtet. Die vorhandenen Räumlichkeiten können heute großzügig für einen handlungsorientierten Unterricht genutzt werden.

  • Am 18. März 1994: Ein Ginkgo-Baum für die Schule Anläßlich des 150jährigen Bestehens der Schule wurde ein vier Meter hoher Ginkgo-Baum auf dem Schulhof eingepflanzt.
  • Diese Aktion wurde von allen Kindern mit einem Baumlied und einem Gedicht begleitet. Sogar das Regionalfernsehen berichtete.
  • Am 6./7. Mai 1994 fand die Jubiläumsfeier aus Anlaß des 150jährigen Bestehens der Arenberger Schule statt


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