Deutsches Eck

Das Deutsche Eck liegt in Koblenz, direkt am Zusammenflu├č von Rhein und Mosel.

Lage: in Koblenz am Rande der Altstadt.

GPS: 50°18´56 N + 007°36´50 E

Die Koblenzer sangen jahrzehntelang:
''Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhab┬┤n ...''
Nun steht er endlich wieder auf seinem bisherigen Platz !

Das Deutsche Eck ist inzwischen zum beliebten Treff- und Ausgangspunkt f├╝r die Besucher der Stadt Koblenz geworden.

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Im Laufe der Geschichte ist fast ganz verlorengegangen, woher eigentlich der Name 'Deutsches Eck' f├╝r diesen Platz stammt, an dem sich die Mosel und der Rhein treffen.
Fr├╝her als Denkmal zu Ehren Kaiser Wilhelm I. errichtet, wurde es nach der Teilung Deutschlands zum 'Mahnmal der Deutschen Einheit'.

Erzbischof Diether von Trier rief 1216 die Ritter des Deutschen Ordens an den Rhein und schenkte ihnen einen Teil des Gel├Ąndes des St. Kastor Stiftes. Unmittelbar an der Ecke, wo die Mosel in den Rhein flie├čt, entstand bald danach die Deutschordensballei. Diese Ballei war dem Hochmeister des gesamten Ordens direkt unterstellt.
Seit dieser Niederlassung des Deutschritterordens, der zahlreiche Ordensniederlassungen von Mainz und Mecheln unterstanden, trug diese St├Ątte zun├Ąchst die Bezeichnung 'Deutscher Ordt' und dann den Namen 'Deutsches Eck'.

(Fotos von dem urspr├╝nglichen Standbild)

Ende des 19. Jh. wurde das 'Deutsche Eck' des Deutschritterordens auf das umgestaltete Vorgel├Ąnde hinsichtlich seiner Namensgebung verlagert und wurde bald weltweit bekannt.

Einige Wochen nach dem Tode Kaiser Wilhelms I. wurde in Koblenz und zugleich auch in der preu├čischen Provinzialverwaltung der Gedanke geboren, dem 'verewigten F├╝rsten' als besonderen Dank ein Denkmal zu errichten.

Die letzte Entscheidung f├╝r den Standort des Denkmals ├╝berlie├č man dem jungen Kaiser Wilhelm II., der sich 1891 f├╝r den Zusammenflu├č von Mosel und Rhein als Errichtungsstelle des Denkmals entschied.
Die kleine Insel in der Rhein-Mosel M├╝ndung, der sogenannte 'Honsschwanz' (letzter Ausl├Ąufer des Hunsr├╝ckes), mit deren Hilfe Mitte des 19. Jh. ein kleiner Sicherheitshafen mit Molenverbindung zum Festland angelegt worden war, wurde als Gebiet f├╝r die Denkmalsgr├â┬╝ndung ausgewiesen. Durch Zusch├╝ttung dieses Hafens wurde das notwendige Gel├Ąnde geschaffen.
In der Zeit von 1893 bis 1897, nachdem eine Million Mark zur Verf├╝gung stand, wurde das Monument nach Entw├╝rfen von Professor Hundrieser und des Architekten Bruno Schmitz errichtet.
Die Gesamth├Âhe betrug 37 Meter. Man verarbeitete 2.900 cbm Granit und 350 Zentner Kupfer.
Am 31. August 1897 wurde das Denkmal in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. seiner Bestimmung ├╝bergeben. Nach den Feierlichkeiten war das gesamte Rheinufer hell erleuchtet.

Der halbkreisf├Ârmige Denkmalsockel mit der 10 Meter hohen Pfeilerhalle hat den letzten Krieg ├╝berdauert.
Das 14 Meter hohe Reiterstandbild des Kaiser Wilhelm I. in gro├čer Generalsuniform mit wallendem Mantel, samt Pferd und mit begleitendem weiblichen Genius, der auf einem Samtkissen die Kaiserkrone trug. Der Blick war rheinw├Ąrts gerichtet und das Pferdehinterteil richtete sich gegen den ÔÇťErzfeindÔÇŁ, gegen Frankreich.
Das Reiterstandbild wurde durch Artilleriebeschu├č am Ende des 2. Weltkrieges zerst├Ârt.

Die Zerschlagung des einstigen Deutschen Reiches durch die Siegerm├Ąchte des letzten Weltkrieges nahmen dem Denkmal seinen einstigen Nimbus.
1953 wurde das Denkmal zum 'Mahnmal der Deutschen Einheit' umgewandelt und wurde am 18. Mai 1953 vom damaligen Bundespr├â┬Ąsidenten Theodor Heuss eingeweiht.
Zum ersten Mal nach dem Kriege sangen bei dieser Feier die Bürger von Koblenz wieder das Deutschlandlied.

Doch die Koblenzer bestanden auch weiterhin (wie in dem Lied) darauf: '

'Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben!''.
Erm├Âglicht wurde dies durch den Koblenzer Rechtsanwalt und Verleger Dr. Werner Theisen und dessen Frau Anneliese. Dieser verpflichtete sich am 14. November 1987 3 Millionen Mark f├╝r die Rekonstruktion zur Verf├╝gung zu stellen.

Die Geschichte kam den Koblenzern entgegen : mit der deutschen Wiedervereinigung in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 hatte dieses Mahnmal seine Bestimmung erf├╝llt.
Aus Anla├č der ├ľffnung der innerdeutschen Grenzen fand eine riesige Feier am Deutschen Eck statt.

Der Bildhauer Raimund Kittl wurde beauftragt, das Denkmal nach den alten Pl├Ąnen zu rekonstruieren - unter Ber├╝cksichtigung der noch vorhandenen historischen Originalteile.
Im Mai 1992 traf das Reiterstandbild an Bord der MS 'Futura' in Koblenz ein. Nachdem es im Hafen in Wallersheim zusammengeschwei├čt worden war, wurde am 2. September 1993 von dem gr├Â├čten fahrbaren Gittermastkran Europas die 63,5 Tonnen schwere und 14 Meter hohe Bronzenachbildung auf den Denkmalsockel gehievt.

Diesen gro├čen Tag erlebte Dr. Theisen leider nicht mehr.
Der Stifter des Bronzegusses verstarb am 05. Mai 1993.
Am 25. September 1993 wurde das Reiterstandbild enth├Ąllt und von Oberb├╝rgermeister Willi H├Ârter der Stadt Koblenz ├╝bergeben.

Die B├╝rger und B├╝rgerinnen der Stadt Koblenz stifteten DM 350.000,- f├╝r die Wiedererrichtung.
Nach einem Spendenaufruf des Oberb├╝rgermeisters ging innerhalb weniger Wochen die erforderliche Summe auf ein Spendenkonto ein.
Das Land Rheinland-Pfalz hatte zuvor das Grundst├╝ck mitsamt dem Denkmalsockel der Stadt Koblenz kostenlos ├╝berlassen und mit 1,1 Millionen Mark die Balustrade saniert. Diese gro├čz├╝gige Geste des Landes geschah wahrscheinlich nur, um politisch nicht verantwortlich zu sein, f├╝r ein neuerichtetes Standbild des umstrittenen Kaiser Wilhelm I. (der als 'Eroberungs-Kaiser' gilt).

Nicht die Landzunge mit dem Reiterstandbild ist, wie viele Koblenzer und mehr Fremde glauben, das Deutsche Eck. Das urspr├╝ngliche und richtige Deutsche Eck ist dort, wo die Rhein - und Moselmauern des Blumenhofes sich treffen. Seit Jahrhunderten ist dies die ÔÇť┬Ç┬×Ecke der Deutschen", da sich dort die ÔÇť┬Ç┬×Deutsch - OrdensritterÔÇŁ hinter den Mauern im 13. Jahrhundert angesiedelt hatten.
1953 wurde das Denkmal von  Bundespr├Ąsident Theodor Heuss zum ÔÇťMahnmal der Deutschen EinheitÔÇŁ erkl├Ąrt .

 

Beitr├Ąge und Bilder meines Grossvaters Matthias Lemaire unterliegen dem 

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